10. März 2015

Juedische Filmtage Fuerth„Warme Worte, warme Filme bei den Jüdischen Filmtagen“
(Fürther Nachrichten, 23. 02.2015)

„`Was Sie schon immer über Sodom und Gomorrha wissen wollten, aber bisher nie zu fragen wagten´, so könnte man ironisch das Festival-Schwerpuntkthema umschreiben: `Schwule Filme aus Israel“. Ganz und gar nicht koscher.“
(nordbayern print/online, 18.02.2015)

„Die Filmauswahl präsentiert sich überraschend, kontrovers, unterhaltsam.“
(hugo! Stadtkultur Fürth Januar 2015)

„Von Beginn an war klar, dass man Filme zeigen möchte, die die Gegenwart des weltweiten jüdischen Lebens in seiner ganzen Vielfalt dem Publikum näher bringen. Man wollte sich nicht auf den Nationalsozialismus fokussieren oder gar die „Schtetlromantik“ (…) (Marktspiegel Fürth, 11.02.2015)

„Mutig und attraktiv“
Plärrer, Januar 2015)

Premiere 2015

Die 1. Jüdischen Filmtage Fürth fanden zum ersten Mal vom 19. bis 22. Februar 2015 statt – und waren ein voller Erfolg. Sie haben unsere Erwartungen und die des Babylon Kinos, unseres Kooperationspartners, übertroffen. Beflügelt vom Erfolg haben wir beschlossen, dass die Filmtage nun jedes Jahr im Februar stattfinden sollen. Das vorläufige Programm und den Schwerpunkt veröffentlichen wir jeweils im Herbst.

Über 1.100 Besucher aus der Region, aber auch aus Würzburg, Regensburg und Ingolstadt, zog es in das fränkische Fürth, um sich provokante und diskussionsträchtige Dokumentar-, Spiel- und Kurzfilme aus Israel mit dem Schwerpunkt Homosexualität anzusehen.

„So eine positive Resonanz haben wir uns natürlich erhofft, aber nicht erwartet. Acht von 20 Vorstellungen waren ausverkauft – für das Babylon Kino sensationell. 300 Karten hätten wir vielleicht noch verkaufen können, andererseits hätte man bei einigen Filmen den Kinosaal auch mehrfach füllen können“, resümiert Tobias Lindemann vom Babylon Kino.

Publikumsmagnete & kosher-style Brunch

kosher-style brunch

Wahre Publikumsmagnete waren der Film „Du sollst nicht lieben“ über einen ultraorthodoxen Familienvater, der sich in einen jungen Studenten verliebt sowie die schwarzhumorige Komödie über eine Gruppe von Senioren, die einen Sterbemaschinen bauen, um einem Freund den Gang ins Jenseits zu erleichtern. Natürlich durften auch geschichtliche Filme wie „183 Tage – der Auschwitz-Prozess“ nicht fehlen, die selbst die härtesten Gemüter erschütterten.

Die Podiumsdiskussionen und Filmgespräche mit den Regisseuren, an denen man im Anschluss an einige Filme kostenlos teilnehmen konnte, stießen beim Publikum auf eine durchweg positive Resonanz – nahezu alle Gäste beteiligten sich daran und sorgten so für einen lebendigen Dialog.

Ein weiteres Highlight war der kosher-style Brunch am Festivalsonntag – weit im Voraus war er ausverkauft. Kein Wunder, man braucht nur an Falafel, Zitronencreme, Pita und Co. zu denken und schon läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Im nächsten Jahr wird der Brunch vielleicht mehrfach angeboten.

Ausblicke

Das ist aber nicht die einzige Neuerung für 2016. Es wird noch mehr Veränderungen und Verbesserungen geben: U.a. wird zusätzlich zum Vorverkauf und anstelle der Abendkasse eine Festivalkasse eingeführt, die es den Besuchern ermöglicht, vor Ort nicht nur für die Filme des jeweiligen Tages, sondern für alle Festivaltage Tickets zu erwerben. Außerdem möchten wir mit dem Klezmer Festival kooperieren und Angebote für Schulen einbinden.
Wir sind gespannt – ihr auch?