13. Juni 2018

Am 12. Juni führte Dr. Thomas Heyden (neues museum) ein Künstlergespräch mit Dagmar Buhr über ihre Installation FREM DVERTRAUT WISSEN ZU DE NKEN KESS SCHMECKEN, die im Rahmen des Kunstwettbewerbs für den Neubau des Jüdischen Museums Franken in Fürth von der Jury einstimmig zur Umsetzung empfohlen wurde.

Die Arbeit entfaltet sich als Choreografie fragmentarischer Texte durch die Räume des Erweiterungsbaus und korrespondiert mit den durch das architektonische Prinzip gegebenen Blickachsen. Sie bespielt die Architektur als Trägerfläche, wobei sie Teil dieser wird, doch zugleich über ihre eigenständige Materialität unabhängig von ihr bleibt.

Sprache wird zum bildnerischen Material, welches über Fragmentierung und Neukontextualisierung Assoziationsräume eröffnet und den realen Räumen ein poetisches Moment hinzufügt. Die Texte der drei Standorte können in Verbindung gedacht werden, funktionieren jedoch auch autonom. Die semantischen und grammatikalischen Verschiebungen geben nicht vor, was zu interpretieren sei, sondern lassen ein persönliches Assoziieren seitens Betrachter zu und werfen vielmehr die Frage auf, was diese Worte bedeuten könnten und können somit Anlass zu Kommunikation und Diskussion werden. Die inhaltlichen Bezugspunkte basieren auf einer Verknüpfung von Fragestellungen, welche sich auf die Wahrnehmung fremder Kultur, die besondere Bedeutung des Lehrens und Lernens im Judentum, die jüdische Alltagskultur und auf das Selbstverständnis des Museums als Ort der Forschung und des offenen Dialogs beziehen.