27. September 2018

Seit dem 21. Juli 2018 ist der Museumsgarten des JMF in Fürth eröffnet! Museumsbesucher können hier die verschiedensten Pflanzen mit jüdischem, fränkischem oder auch biblischem Bezug bestaunen.

Im Garten wächst zum Beispiel der Etrog, eine gelbgrüne Zitrusfrucht. Er wird im Judentum auch als Paradiesapfel bezeichnet, von dem Adam gegessen haben soll. Die Frucht spielt an Sukkot (jüdisches Laubhüttenfest) eine wichtige Rolle. Zusammen mit Palmzweig, Myrtenzweig und Bachweide gehört der Etrog zum traditionellen Feststrauß an diesem Tag. Der Etrog wird während des Gebets in der Synagoge in der rechten Hand und die anderen drei Pflanzen zusammengebunden in der linken Hand gehalten. Der Rabbi spricht einen Segen und schwenkt den Feststrauß in alle vier Himmelsrichtungen sowie zum Himmel und zur Erde.

Auch ein Granatapfelbaum, der zu den sogenannten „Sieben Arten“ gehört, gedeiht im neuen Museumsgarten. In der Tora sind die „Sieben Arten“ Pflanzen, die für eine gesicherte Ernährung im Leben stehen. Im jüdischen Glauben wird angenommen, dass der Granatapfel 613 Samenkörner besitzt, was den 613 Geboten der Tora entspricht. Am jüdischen Neujahr, dem Rosch Haschana, wird der Granatapfel Kern für Kern gegessen, so dass möglichst viele Wünsche in Erfüllung gehen.

Das Mary S. Rosenberg Café

Zum weiteren Verweilen im Freien lädt auch unser Mary S. Rosenberg Café mit einer großen Auswahl an regionalen und Fairtrade Produkten ein.
Es lockt mit leckerem jüdischen Festtagsgebäck, wie der Fürther Zitronentorte oder Brownies nach altem jüdischen Rezept, sowie italienischen Kaffeespezialitäten. Erweitert wird das Angebot mit koscherem Wein, Bio-Getränken und wer möchte, kann sogar in den aktuellen Tageszeitungen oder jüdischen Wochenzeitungen und Magazinen lesen.

Wir freuen uns auf Sie!