13. Mai 2018

© Jüdisches Museum Franken
Fotografin: Annette Kradisch

Nathan Krautheimer hatte in seinem Testament verfügt, dass 60.000 Mark aus seinem Nachlass für einen sozialen Zweck verwendet werden. Seine Frau Martha entschied sich für die Schaffung einer überkonfessionellen Krippe für eheliche wie nichteheliche Säuglinge. So entstand 1912 die Krautheimer-Krippe, die Martha Krautheimer gemeinsam mit ihrem zweiten Ehemann Franz Ehrlich über monatliche Zuwendungen und Einzelspenden weiterhin bezuschusste. Heute ist hier die Außenstelle „Krautheimer Krippe“ des Jüdischen Museums Franken untergebracht.

Von Lotte Fridman, der Tochter Nathan und Martha Krautheimers, erhielt das Jüdische Museum Franken im Jahr 2000 die größte Einzelspende seiner Geschichte. Damit war die finanzielle Grundlage für den Erweiterungsbau geschaffen. Die umfangreiche Krautheimer Studienbibliothek trägt den Namen der Familie, die der Stadt Fürth und dem Jüdischen Museum Franken durch ihre Großzügigkeit gleich mehrere bedeutsame Einrichtungen ermöglicht hat.