19. Juni 2013

JMF-Erweiterung

©JMF2014

… am 19. Juni stimmte der Fürther Stadtrat mit vier Gegenstimmen für den Realisierung des Erweiterungsbaus des Jüdischen Museums Franken in Fürth. Das Baureferat der Stadt Fürth wurde heute beauftragt, den Bauantrag zu stellen.
Realisiert werden wird der Entwurf der Arge Gatz Kuntz + Manz. Sie gewannen 2008 in einem begrenzt offenen Wettbewerb den ersten Preis – zu Recht!

Ein Erweiterungsbau für das Jüdische Museum Franken in Fürth wird als einmalige Chance begriffen, das Jüdische Museum Franken als Forschungs- und Bildungszentrum zur fränkischen Geschichte und Kultur der Juden weiter auszubauen. Der Neubau ermöglicht dem JMF sich so zu strukturieren, dass es dem hohen didaktischen und musealen Anspruch sowie der gesellschaftpolitischen Bedeutung des Hauses gerecht wird. Die Vermittlungs- und Forschungsarbeit des Jüdischen Museums Franken deckt vielfältige Bereiche ab, von der Arbeit mit Schulklassen aller Altersstufen bis hin zur Erwachsenenbildung und wissenschaftlichen Forschung.

Der Erweiterungsbau beinhaltet einen Wechselausstellungsraum einen Veranstaltungsraum, Besucherempfang mit Café und Shop, eine Studienbibliothek, Depoträume und Büroräume. Mit dem Erweiterungsbau gehen Raumfunktionsänderungen im Altbau einher: Errichtung einer Kinderausstellungsabteilung, Erweiterung der Abteilung Bürgertum im 19./ 20. Jahrhundert sowie Aufbau eines Learning Centers.

Kueswetter_8229_4c_10cmAlexander Küßwetter, 1. Vorsitzender des Trägervereins Jüdisches Museum Franken e.V., begrüßt die Entscheidung sehr: „Ich freue mich über den Beschluss. Damit steht ein weiterer notwendiger Schritt zur Realisierung an, der der Geschichte unserer jüdischen Bürger in Fürth und Franken den Platz zuweist, der angemessen ist und der ihr gebührt. Ich danke ausdrücklich der Kulturreferentin der Stadt Fürth, Frau Elisabeth Reichert für ihren großartigen Einsatz für diesen Beschluss. Der Trägerverein wird die Bauphase und Gestaltung des neuen Museumsbereiches geschlossen mittragen und unterstützen.“

Museumsleiterin Daniela F. Eisenstein freut sich über den gestrigen Stadtratsbeschluss. „Es war ein langer Weg bis zu diesem Beschluss. Aber dieser Entscheidungsprozess spiegelt letztendlich die große Wertschätzung wider, die die Stadt unserer bisherigen Arbeit entgegenbringt und zeigt vor allem welchen wichtigen Stellenwert die fränkisch-jüdische Geschichte und Kultur für die Stadt Fürth einnimmt.“