29. Mai 2017

Mit der Fotobox war am Museumsfest im Mai 2017 im Erweiterungsbau viel Spaß für Jung und alt geboten.

Von wegen Holocaust – dass es im Jüdischen Museum Franken nur schwer verdauliche Geschichte zu sehen gibt, hat unser erstes Museumsfest in Alt- UND Neubau am Internationalen Museumstag 2017 eindeutig widerlegt.
Die Ausstellung zeigt vor allem jüdisches Leben in all seiner Vielfalt von den Anfängen bis zur Gegenwart – und voller Leben war am Museumsfest auch das ganze Haus selbst.

Knapp 300 Besucher feierten mit uns zum Internationalen Museumstag 2017 das erste große Museumsfest im Alt- UND Neubau des Jüdischen Museums Franken in Fürth. Exklusiv vor der Eröffnung im Mai 2018 konnten sie den Erweiterungsbau bei einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm kennenlernen.

Witziges Selfie von Gästen am Museumsfest im Erweiterungsbau. In stündlichen Führungen zeigte das Team des Museums die neuen Räumlichkeiten und erläuterte die weiteren Pläne. Eine Fotobox, bei der man mit witzigen Accessoires Selfies machen konnte, sorgte für viel Spaß bei Groß und Klein.

EDie zwei Schauspieler der Theatergruppe Zwangsvorstellung. in weiteres Highlight war die Performance der Theatergruppe „Zwangsvorstellung“. Getarnt als Professoren eines angeblichen „Lehrstuhls für jüdisches Alltagsleben in Freudental“ gaben sie ihre Ansichten eines modernen jüdischen Museums zum Besten. So wären eine hausinterne koschere Metzgerei und die erste deutsche Erlebnismikwe für den Erweiterungsbau schon in Planung. Doch spätestens als verkündet wurde, dass man künftig in der Studienbibliothek das Laubhüttenfest gemeinsam mit den Besuchern feiern wolle, dämmerte es allen, dass hier ordentlich Schabernack getrieben wurde.

Nicht weniger los war im Altbau. Hier gab unsere Museumspädagogin Katrin Thürnagel eine Führung zur Judaika-Sammlung des Hauses, die das Herzstück der Sammlung bildet. Kinder machten sich bei einer Museumrallye auf die Suche nach Spuren jüdischen Lebens. Von der Laubhütte bis hin zur Mikwe gab es im ehemaligen Haus des hebräischen Buchdruckers Hirsch Fromm viel zu entdecken.

Kinder bei der Museumsrallye im Jüdischen Museum Franken in Fürth.

Wer zwischendurch eine kleine Pause einlegen wollte, probierte im Café vom verführerischen jüdischen Festtagsgebäck. Bei Lekach (Honigkuchen zu Rosch-ha-Schana), Brownies nach original jüdischem Rezept, Rugelach (Hörnchen mit Kakao, Haselnüssen und etwas Frischkäse zu Chanukka) und Kokos-Orangen-Kuchen (zu Pessach) viel manch einem die Wahl nicht leicht.