13. August 2013

Die Dauerausstellung des JMF in Fürth beleuchtet in ihrem historischen Teil die fast 1000 Jahre umfassende Geschichte der Juden in Franken. Bereits im Mittelalter entwickelte sich hier ein reges jüdisches Leben, oft sehr wechselvoll und geprägt von Verfolgungen und Wiederansiedlung.

Obwohl wir viel Wissen über diese Zeit aus schriftlichen Überlieferungen haben, gibt es leider kaum Objekte. Wie vermitteln wir also einen Einblick in eine Epoche, aus der nur wenige Gegenstände erhalten geblieben sind, die wir unseren Besuchern zeigen können?

Im Rahmen der „Leuchtturm“-Projekte haben wir uns dieser Problematik angenommen und beginnen dieses Jahr mit dem Umbau unserer Abteilung „Kulturelle Blüte“. Dazu werden wir einen kleinen Raum, der bislang als Schauvitrine diente, öffnen und zu einer gemütlichen Videostation mit Sitzmöglichkeiten umbaue. Gezeigt wird dort ein Film, der einen Überblick über das mittelalterliche Leben gibt und erklärt, wie später das fränkische Landjudentum entstand und wie sich Fürth zum wichtigsten religiösen Zentrum jüdischen Lebens und jüdischer Gelehrsamkeit in Süddeutschland entwickelte.

Realisiert wird der Film von den buchstabenschubsern, die schon viele Animationsfilme für Museen geschaffen haben. Neugierige können hier schon mal einen Blick in ihre Arbeiten werfen.