30. März 2013

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©JMF2014

Das Jüdische Museum Franken ist für  2013 und 2014 zum Leuchtturmprojekt Bayerns erklärt worden. Besondere Projekte in den Museen in Fürth, Schnaittach und Schwabach können nun mit den Fördergeldern realisiert werden.

In Fürth plant das Museum für 2014 den Ausbau eines Stockwerks mit einem Bürgertumsraum, in dem das Leben jüdischer Familie im 19. und 20. Jahrhundert anschaulich dargestellt wird. Viele der Objekte, die hierfür vorgesehen sind, kamen gestern an.

Ein kurzer Bericht von Verena Erbersdobler: Gestern morgen gab es allerhand zu tun, wir bekamen eine große Lieferung an Ausstellungsobjekten, sechs große Transportkisten mit Leihgaben und Schenkungen aus den USA. Die Objekte stammen aus dem Nachlass der jüdischen Familie Midas, die vor der Pogromnacht im November 1938 aus Deutschland fliehen konnte. Jetzt, 75 Jahre später, kehren einige Dinge, die sie damals mitnehmen konnten, wieder nach Fürth zurück und vermitteln uns einen Eindruck vom Fürther Bürgertum Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.

Eine solche Objektanlieferung lässt das Herz eines jeden Kuratoren höher schlagen, ist aber auch mit einer Menge Arbeit verbunden: Gestern lag der Schwerpunkt erst mal darauf, die Objekte auszuladen, in unseren Depoträumen unterzubringen und einen groben Überblick zu bekommen. Heute werden wir gut beschäftigt mit der Inventarisierung sein. Einen kleinen Eindruck von gestern gibt’s hier:

The Bavarian Cultural Ministry declared the Jewish Museum of Franconia an important and renowned cultural institution for Bavaria and granted it a so-called lighthouse funding for the years 2013 and 2014.  The Jewish Museum will realize special projects in Fürth, Schnaittach and Schwabach with the funding. In Fürth, the Museum will establish a new wing in 2014 dedicated to bourgeois Jewish life in Fürth in the 19th and 20th century. The objects to be shown in the exhibit arrived yesterday. In the following, an on-the-spot report from Verena Erbersdobler:

Yesterday morning we received an international object transport containing six large crates with permanent loans and donations from the United States. The objects belonged to the Midas family from Fürth, that managed to flee from Germany to the United States before the pogrom night in November 1938. Now, after 75 years, the objects return to Fürth and give us an impression of bourgeois life in the 19th and 20th century.

Donations and loans like these make a curator’s heart leap with joy – but they also mean a lot of work: Yesterday, we focused on unloading the objects and placing them in our museum depot. Today, we will be busy getting the condition reports ready and making inventories. The following images give you a first impression of what is going on: