26. August 2011

©JMF2014

Pessach erinnert an die Befreiung aus der ägyptischen Knechtschaft und den Auszug aus Ägypten. Durch den Verzehr von Mazzot (ungesäuerte Brote) wird eine Verbindung mit dem Auszug aus Ägypten vor 3.000 Jahren hergestellt. Damals blieb nämlich keine Zeit, das Brot gären zu lassen.

In Erinnerung an dieses Ereignis wird eine Woche nur ungesäuertes Brot gegessen und auf alles Gesäuerte verzichtet. Während des Sedermahls am ersten Pessach-Abend werden drei Stück Mazzot (ungesäuerte Brote) verwendet und in eine verzierte Mazza-Decke mit drei Innenfächern gelegt.

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An den ersten beiden Pessach-Abenden wird die Haggada, die Erzählung vom Auszug aus Ägypten, gelesen.
An einigen Textstellen wird die Mazza-Decke mit den darin eingewickelten Mazzot geöffnet. Auf einem Sederteller (s. Bild) präsentiert man zudem symbolische Speisen in einer bestimmten Reihenfolge:

  • Karpas (grünes Kraut) als Frucht der Erde,
  • Maror (Bitterkraut) als Zeichen der Bitterkeit in der Knechtschaft in Ägypten,
  • Charoset (Frucht-Nuss-Mus mit Rotwein und Zimt) als Symbol für den Lehm der Ziegelherstellung in ägyptischer Sklaverei, Chaseret (Bitterkraut),
  • Seroa (angebratener Lammknochen) in Erinnerung an die biblische Vorschrift der Pessachlammopferung im Tempel,
  • Bejza (ein gesottenes Ei) zum Zeichen der Gebrechlichkeit menschlicher Geschicke und Symbol der Fruchtbarkeit der Trauer um den zerstörten Jerusalemer Tempel sowie der Weinbecher für den Propheten Elijahu.