13. Mai 2018

Mary s. Rosenberg, 1941
© Jüdisches Museum Franken

Fürths erlesene Adresse

Im Rahmen einer Raumpatenschaft der städtischen Fundraisingkampagne „Offen für Neues“ übernahmen Spender die Patenschaft für das JMF Café in Erinnerung an Mary S. Rosenberg.

Die Buchhändlerin und Verlegerin erblickte am 7.9.1900 als Marie Rosenberg in Fürth das Licht der Welt. Nach dem Abitur lernte sie Buchhändlerin, um in der väterlichen Buch- und Musikalienhandlung im Ludwigsbahnhof mitzuarbeiten. Ab 1933 musste Marie den Buchhandel wegen wachsender Repressalien der nationalsozialistischen Administration von ihrer Privatwohnung aus weiterführen, bis sie 1939 genügend Geld für die Emigration gespart hatte. Mit einem Startkapital von 10 Dollar eröffnete sie in New York ein Antiquariat mit hauptsächlich deutschsprachiger Literatur, das schnell prominente Kundschaft wie Thomas Mann oder Albert Einstein gewann. Im Jahr 1945 wurde Mary S. Rosenberg amerikanische Staatsbürgerin und kurz später erfolgreiche Verlegerin. 1966 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz für ihre Leistungen um die deutschsprachige Literatur. Ihren Namen trägt nun das Mary S. Rosenberg Café im Jüdischen Museum Franken in Fürth.