28. Oktober 2014

Modell des Foyers und Veranstaltungsraums im Erweiterungsbau.

©ARGE Gatz/ Kuntz + Mantz

Der Spatenstich für den Erweiterungsbau rückt immer näher. In gut zwei Jahren wird das JMF in Fürth völlig anders aussehen: Größer, interkultureller, offener.

Es wird natürlich mehr Raum für Wechselausstellungen und Veranstaltungen geben, v.a. aber wird sich das Museum in ein offenes Haus verwandeln – in ein Haus der Begegnung, in einen außerschulischen Lernort und ein interkulturelles Zentrum.
Jung und Alt, Schüler und Lehrer, Forschende und Interessierte, Menschen verschiedenster Religionen und Kulturen tummeln sich dann hier und tauschen sich zu gesellschaftlichen Themen aus.

Neue Ideen für ein offenes Haus

Schon von der Straße sieht man in Zukunft, dass im JMF immer etwas los ist. Im Vermittlungszentrum im Erdgeschoss des Altbaus herrscht reges Leben.
Hier finden Diskussionen und Lehrerfortbildungen statt, die mit Stereotypen und Vorurteilen aufräumen, mit Antisemitismus und Rassismus konfrontieren und unsere interkulturelle Migrationsgesellschaft reflektieren.

Für Schüler und Jugendliche werden laufend Workshops angeboten, die sie auf spielerische und aktive Weise mit jüdischer Kultur und Geschichte vertraut machen. In partizipativen Räumen präsentieren sie dann ihre Workshop-Ergebnisse oder stellen sie aus. Außerdem wird künftig oft ein Duft von jüdischen Festtagsspeisen und Leckereien in der Luft liegen. Für Grundschulkinder baut das JMF im Erdgeschoss nämlich einen Küchenbereich für „Hands-on“-Projekte rund um das Thema Essen und Ernährung.

In seiner Funktion als außerschulische Einrichtung wird zudem im dritten und vierten Obergeschoss ein Kindermuseum eingerichtet. Grundschüler lernen hier spielerisch die jüdische Religion, ihre Traditionen und ihre Rituale kennen.
Für ältere Schüler ist neben dem Vermittlungszentrum die Leselounge in der Studienbibliothek im Neubau ein idealer Ort für Workshops. Einzelne Objekte der Museumssammlung können sie hier gezielt erforschen. Nicht zuletzt ist im Außenbereich zwischen Alt- und Neubau ein Garten der Kulturen geplant – ein weiterer Ort der Begegnung, des Austausches, des Lernens und Verstehens.

Modell des Erweiterungsbau.

©ARGE Gatz/ Kuntz + Mantz