26. August 2011

©JMF2014

Sukkot (Laubhütten) sind mobile Orte der Erinnerung. Mit ihnen versetzen sich seit Generationen jüdische Familien jeden Herbst in die vierzigjährige Wüstenwanderschaft, die auf den biblischen Auszug aus Ägypten folgte.

Das Laubhüttenfest war im alten Israel zunächst ein herbstliches Erntedankfest. Später trat die Erinnerung an die vierzigjährige Wanderschaft durch die Wüste nach dem Auszug aus Ägypten in den Vordergrund.

Ein wesentlicher Bestandteil des Festes ist das Gebot, sieben Tage in einer Sukka (Laubhütte) zu essen und zu schlafen, um nachfolgenden Generationen zu lehren, dass das Volk Israel nach dem Auszug aus Ägypten 40 Jahre in Hütten gelebt hatte, und so die biblische Wanderschaft geradezu physisch nachzuerleben.

©JMF2014

Die Sukka besteht aus mindestens zweieinhalb Wänden und einem Dach aus Laub, durch das man nachts die Sterne sehen kann.
In Süddeutschland war es üblich, die Laubhütte im Dachgeschoss des eigenen Wohnhauses fest einzurichten. Sie waren mit Balkendecken mit herausnehmbaren Holzfüllungen sowie einem flexibel zu öffnenden Dach ausgestattet.